Aus organisatorischer
Sicht war der Anlass einmal mehr ein Erfolg. Das Turnier verlief ohne
nennenswerte Zwischenfälle äusserst speditiv über die Bühne. Zu
verdanken ist dies dem eingespielten siebenköpfigen Organisationskomitee
mit seinen unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Diese hohe
organisatorische Qualität des Gallusturniers wird sowohl von den
Athleten als auch von den Betreuern rundum sehr geschätzt und ist in der
Zwischenzeit zu einem „Markenzeichen“ des Gallusturniers geworden.
Positive Rückmeldungen aus dem In- und Ausland bestätigen dies immer
wieder. Oft nehmen die Delegationen aus dem Ausland eine weite Anreise
auf sich, im Wissen, dass das Turnier infolge der guten Organisation im
Vergleich zu anderen Anlässen wieder früh zu Ende ist.
Einziger
Wehrmutstropfen aus organisatorischer Sicht ist die im Vergleich zum
vergangenen Jahr um ca. 30 Judokas gesunkene Teilnehmerzahl. Es sind
Überlegungen im Gange, wie dem entgegen gehalten werden kann. Unter
anderem könnte sich das OK eine Ausweitung der Schülerkategorien
vorstellen, mit einer zusätzlichen Alterskategorie U12. Diese
Überlegungen müssen in den nächsten Wochen im Detail abschliessend
diskutiert werden, damit die Ausschreibung für die kommende Auflage
erstellt und möglichst frühzeitig wieder im In- und Ausland verstreut
werden kann.
Auch
aus sportlicher Sicht durfte der Organisator einige Highlights
verzeichnen. Äusserst erfreulich war unter anderem
das hohe Niveau der männlichen Judokas in den Kategorien Jugend U17,
Junioren U20 und Elite am ersten Wettkampftag. Nebst etlichen
Mitgliedern des Nationalkaders der Schweiz, haben auch einige starke
Delegationen aus Deutschland und Österreich das Gallusturnier
aufgewertet. So wurden bei der Elite Herren vier von sechs Goldmedaillen
ins Ausland vergeben.
In den Kategorien der
Damen/Junioren standen ebenfalls Spitzenathleten im Einsatz. Hoch
spannend war insbesondere das Finale der Gewichtsklasse plus 63 kg. Da
standen sich die für den Judo Club St. Gallen/Gossau startende Stephanie
Egger und Juliane Robra aus Genf gegenüber. Robra wird am kommenden
Freitag bei den Europameisterschaften in Wien bis 70 kg an den Start
gehen. Sie ist derzeit die einzige Kämpferin der Schweiz, welche bei den
Damen realistische Chancen auf internationale Medaillenränge hat. Egger,
welche sich derzeit nach zwei Hüftoperationen an die Spitze zurück
kämpft und im Mai am British Open ihren nächsten internationalen Einsatz
hat, verlor schliesslich die Finalbegegnung ganz knapp. Ihr wurde eine
Strafe wegen Passivität aufgebrummt.
Weiter gewannen sowohl
die Herisauerin Iris Federer (über 63 kg) als auch die St. Gallerin
Chantal Wright (bis 63 kg), welche sich berechtigte Chancen auf eine
Spitzenklassierung ausrechneten, schliesslich je eine Bronzemedaille für
den Judo Club St. Gallen/Gossau bei den Damen. Der Rorschacher Marcel
Hautle, eine weitere Medaillenhoffnung vom Organisator bei der Elite
Herren, musste aufgrund einer Fingerverletzung forfait geben.
Auch bei den
Nachwuchskategorien verzeichnete der Judo Club St. Gallen/Gossau einige
Podestplätze. Die einzige Goldmedaille für den St. Galler Verein holte
sich Kyle Wright bei den Schüler A U14 in der Gewichtsklasse bis 55 kg.
Carina Kirchmeier stand zwar ebenfalls im Finale (Mädchen U14, bis 48
kg), musste sich aber schliesslich geschlagen geben und mit der
silbernen Auszeichnung vorlieb nehmen. Nicole Füllemann (Damen U17, -40
kg), Simon Egli (Jugend U17, -40 kg), Deborah Balmer (Mädchen U14, -30
kg), Nicole Füllemann (Mädchen U14, -40 kg) sowie Janik Fischer (Schüler
A U14, -30 kg) gewannen zudem je eine Bronzemedaille.